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Der Kunstverein Ulm trauert um Burkhart Tümmers

Der Kunstverein Ulm trauert um Burkhart Tümmers

Mit großer Anteilnahme nehmen wir Abschied von unserem ältesten Mitglied Burkhart Tümmers, der wenige Wochen vor seinem 102. Geburtstag am 9. Juli 2026 verstorben ist. Mit ihm verliert die Ulmer Kunstszene nicht nur einen großartigen Zeichner und feinsinnigen Karikaturisten, sondern einen wachen Geist, der sich immer sein eigenes Bild von seinen Ulmer Mitmenschen machte.

Über viele Jahrzehnte hinweg war Burkhart Tümmers dem Kunstverein Ulm eng verbunden und noch bis Mitte des vergangenen Jahres meldete er sich regelmäßig telefonisch aus der Seniorenresidenz Friedrichsau, um zu berichten, dass er weiterhin täglich zeichne. Eigentlich waren einige seiner jüngeren Arbeiten für die Mitgliederausstellung 2025/26 im Schuhhaussaal fest eingeplant, doch da war der passionierte Künstler bereits schwer krank. 

Im Jahr 2020 hatte Burkhart Tümmers bei uns im Saal einen tiefen Einblick in sein Lebenswerk gegeben und dafür 170 Zeichnungen aus neun Jahrzehnten zusammengestellt. Das war ein beeindruckendes Kompendium seines kreativen Schaffens, und die Ausstellung wurde zum Ereignis über Ulm hinaus. Burkhart Tümmers konnte allerdings nicht nur perfekt Stimmungen einfangen und dies mit einer bis zuletzt nicht zu bremsenden Freude am künstlerischen Schaffen. Er war auch ein stets offner und humorvoller Gesprächspartner, der unseren Kunstverein  bereicherte und seinem Engagement mitprägte

Wolfgang Röhr, der 1. Vorsitzende des Kunstvereins, kannte Burkhart Tümmers bereits seit seinen Kindertagen und war von dessen Tod wie viele Weggefährten im Kunstverein sehr getroffen: „Für den Kunstverein ist sein Ableben ein großer Verlust. Wir werden sein Andenken in Ehren halten.“
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Burkhart Tümmers wurde am 27. Juli 1924 in Suhl /Thüringen als Sohn eines Dermatologen geboren. Ein Beruf der zur Familientradition werden sollte, denn nach dem Kriegsdienst und vier Jahren in russischer Kriegsgefangenschaft  studierte Tümmers Medizin in Berlin und Frankfurt, beendete seine Facharztausbildung in Tübingen und eröffnete schließlich 1959 in Ulm eine eigene Hautarzt-Praxis. Ab dem Jahr 1992 genoss er seinen Ruhestand und widmete sich ganz seiner Kunst.

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Tue ‒ Thu: 09am ‒ 07pm
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