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Der Raum
Der Kunstverein Ulm zeigt seine Ausstellungen in einem der schönsten Renaissancesäle Süddeutschland. Der sogenannte Schuhhaussaal liegt im ersten Stockwerk des Schuhhauses in der Kramgasse. Das Schuhhaus wurde 1537/38 von der Reichsstadt Ulm erbaut. Im Erdgeschoss wurden an Markttagen Schuhe, daher der Name, und dreimal wöchentlich Brot verkauft. Der beeindruckende, mehr als 300 qm große und fast 5 Meter hohe Schuhhaussaal im Obergeschoß war der Fest-, Fecht- und Tanzsaal der Ulmer Patrizier. Von seinen Fenstern blickt man direkt auf das Ulmer Münster. Nach dem Ende der Reichsstadtzeit 1803 diente das Haus unterschiedlichsten Zwecken und beherbergte nacheinander unter anderem eine Tabakregie, die Stadtbibliothek, die Sammlung des Altertumsvereins (heute im Ulmer Museum), die ersten Filmvorführungen nach dem Krieg, Konzerte, die Ulmer Volkshochschule sowie die Feuerwehr.

Seit 1973 dient der Schuhhaussaal dem Kunstverein Ulm als Ort für seine Ausstellungen und Veranstaltungen. Immer wieder laden wir bekannte Künstlerinnen und Künstler dazu ein, für diesen anspruchsvollen und ungewöhnlichen Raum spezielle Projekte und Installationen zu entwickeln. Im Verlauf der letzten Jahre entstand so eine spannende Ausstellungsreihe, u.a. mit Werken von Christina Kubisch, Michaela Melián, Olaf Nicolai, Daniele Buetti, Anton Henning, Beat Zoderer, Christof Zwiener und Laura Kikauka. Im Jahr 2009 werden Julia Oschatz und Stefan Mauck die Serie der raumbezogenen Projekte mit multimedialen Installationen fortsetzen.