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Eine der letzten Barrieren für Behinderte und ältere Menschen könnte fallen, wenn …

Barrierefreiheit ist ein Menschenrecht und keinesfalls ein Luxus- oder Nischenproblem. Da mag es manchen verwundern, dass eines der historisch bedeutsamsten Gebäude in der Stadt Ulm, das Schuhhaus mit seinem Renaissance-Saal von 1537/38, einige seiner Besucherinnen und Besucher vor eine nicht zu bewältigende Aufgabe stellt und sie damit vom Besuch der Ausstellungen und Veranstaltungen ausschließt.

Per Treppenlift in den Schuhhaussaal
Kunstverein sammelt Spenden für einen barrierefreien Zugang


Seit 1973 zeigt der Kunstverein Ulm als öffentliche und von der Stadt Ulm und dem Land Baden-Württemberg geförderte kulturelle Einrichtung seine Ausstellungen im ersten Stock des denkmalgeschützten Schuhhauses in der Kramgasse. Nur über eine breite Treppe sind die Ausstellungen zugänglich – und damit sind Menschen im Rollstuhl, mit Gehbehinderung oder auch Mütter mit Kinderwagen von einem Besuch ausgeschlossen. Und auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kunstvereins könnte eine neue Zeit anbrechen. Denn bislang musste jedes einzelne Kilogramm Ausstellungsgut über die Treppe hinaufgetragen werden, manchmal bis zu 1000 Kilogramm.

So könnte der Kunstverein in absehbarer Zeit barrierefrei sein, wenn …., ja wenn es gelingt, Sponsoren zu finden, die bei der Finanzierung behilflich sind. Die Vorarbeiten zum Einbau eines Plattformliftes sind geleistet. Ein informeller Freundeskreis hatte sich im letzten Jahr gebildet, der Angebote bei verschiedenen Herstellern eingeholt hat. Diese wurden mit den Denkmalbehörden vom Land und der Stadt Ulm abgeklärt, schließlich wurden alle erforderlichen Genehmigungen erteilt. Endlich könnte es mit dem Einbau losgehen, wenn der Kunstverein die dazu erforderlichen 25.000 Euro in Form von Spenden zufließen würde. Bei Spenden von bis zu 200 Euro reicht dem Finanzamt die Vorlage des Einzahlungsbeleges. Für höhere Spenden stellt der Kunstverein Zuwendungsbestätigungen nach amtlichem Muster aus.

Die Spenden dienen somit nicht der Befriedigung eines kurzfristigen Bedürfnisses, sondern erfüllen einen nachhaltige Zweck – sie sichern allen Menschen die Möglichkeit, diesen einzigartigen Renaissance-Saal zu erleben und die darin stattfindenden Veranstaltungen zu genießen.

Einzahlungsscheine mit dem Eindruck „Plattformlift (Spende) gibt es im Kunstverein.



Hier geht es nicht weiter:

Im Einführungsseminar erproben die Teilnehmer des IB (Internationaler Bund) mit dem Rollstuhltraining unter anderem Zugänge in öffentlichen Ulmer Gebäuden. Beim Kunstverein Ulm war schon im Eingangsfoyer ein Weiterkommen unmöglich. Die jungen Erwachsenen leisten einen Freiwilligendienst (FSJ oder BFD) im Raum Ulm und Umgebung.